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Der Lorbeer

Der Lorbeer

Laurel Fruits, noblesoap.com

Der Lorbeerstrauch, der sich oft im Mediterranen Raum finden lässt und dort steinige Meeresufer besiedelt, vereint mit seinem prägnanten, Eukalyptusartigen Duft, die Essenz von Sonne und Salz. Lorbeer schmeckt nicht nur in Suppen gut, sondern ist eine starke Heilpflanze die sich bereits über Jahrtausende hinweg als solche bewehrt hat: Sein Öl ist durchblutungsfördernd und entzündungshemmend.

Seit Anbeginn der Zivilisation wird der Lorbeer als edle (oder „noble“) Pflanze wahrgenommen und sein Öl als „magisches“ Öl. Alte Geschichten erzählen vom Ruhm berühmter Frauen, wie Kleopatra und Königin Zenobia, die das Lorbeeröl benutzten um ihr Haar glänzend zu halten, während der Rauch der Lorbeerblätter benutzte wurde um Zauberformeln zu verstärken und den Körper zu reinigen. Der Lorbeerbaum wurde seit der Antike bewundert und belegt eine semi-mystische Position in Griechischem Leben und Mythologie. Am Ende von Kämpfen wurde das Lorbeerblatt als Zeichen für Sieg und Ruhm auf die Stirn des Olympiasiegers gelegt, wodurch der Ausdruck “seine Lorbeeren gewinnen” entstand. Ein Lorbeerzweig wurde auch Poeten aufgesetzt. Und selbst Zeus, der Herrscher der Griechischen Götter, wurde immer mit Lorbeeren gekrönt, was neben vielen anderen Beispielen zeigt, welche Wichtigkeit die Pflanze seit jeher hat. So auch das Wort „Bakkalaureat“ (aus dem Bachelor hervorging) welches „Lorbeere“ bedeutet.

laurel tree

Traditioneller Weise war das Verbrennen von Lorbeerblättern dafür gedacht Räume zu reinigen, zu segnen und vor negativen Einflüssen zu schützen. Eine Praktik die sich heute noch bei religiösen oder spirituellen Anlässen beobachten lässt. Allgemein war der Lorbeer dafür bekannt den Geist zu schärfen und bei übermäßigem Gebrauch Bewusstseinsveränderungen hervorzurufen. Dies mag der Grund dafür sein kann, dass die Pflanze zu Visionsräucherungen eingesetzt wurde. Außerdem kaute das Orakel von Delphi, in seinem Heiligtum sitzend, einige Lorbeerblätter, bevor es zu prophezeien anfing.

Heute weiß man, dass Lorbeer eine stark entzündungshemmende Wirkung hat und sein Geruch Konzentrationsfördern ist. Ihr wird zudem nachgesagt, dass sie Geduld und Selbstbeherrschung fördern soll und ist daher als „Diplomatenmittel“ bekannt. Lorbeerblätter werden in der Mediterranen Küche oft und viel zum Würzen von Suppen, Eintöpfen, Soßen, Eingemachtem und einigen Fischgerichten verwendet. Die Französische Küche ist sich nicht vorzustellen ohne Lorbeer, der ebenfalls ein Hauptbestandteil des „bouquet garn“ ist.

Von der wildwachsenden Pflanze wurden und werden Blätter wie Beeren benutz, vor allem getrocknet oder als Öl verarbeitet.

DER URSPRUNG DES LORBEERS

Vorderasien wird als die Herkunft des immergrünen Gewächs beschrieben. Von dort breitete er sich über die gesamte Mediterrane Region und anderen Teilen Europas. Auch in Nordamerika findet sich der Busch im Nord-Westen, wo er sich in Bergregionen ansiedelte und Bestandteil der dortigen Feuchtwälder ist.

Von woher seine botanischer Bezeichnung „laurus“ abstammt ist ungeklärt, doch steht sein Name im Altgriechischen „daphne“ in klarem Zusammenhang der weit verbreiteten Sage um die Nymphe Daphne, die die Form des Lorbeerbaums annimmt. Die Nymphe fleht ihren Vater um die Verwandlung ihres Körpers an, der sie folglich in besagten Strauch verzaubert. Der Grund für ihre Bitte ist Apollo, der von Eros Pfeil getroffen, Daphne verfallen ist, sie bedrängt und nicht mehr von ihr ablässt. Nachdem sie zu dem Lorbeerstrauch wird, trägt dieser einen Lorbeerblatt-Kranz als Zeichen seiner unerfüllten Liebe und seines Kummers.

Diese Legende brachte einige der feinsten Griechischen Skulpturen von der Nymphe, halb zum Lorbeerbaum verwandelt, hervor und die, dem Lorbeer gegebenen Namen im Hebräischen, Türkischen, Albanischen, Bulgarischen und Rumänischen ähneln dem Alt- wie Neugriechischen „daphne“/ „dafni“ deutlich und weisen damit alle den Bezug zur Griechischen Sage auf.

DIE PFLANZE

Der Lorbeer- Busch gedeiht am besten auf kalk- und nährstoffreichem Boden, er hat es gerne sonnig und ist empfindlich gegenüber starkem Wind und Frost.

Unter natürlichen Bedingungen wird die Pflanze bis zu 12m hoch und fast 10m breit. Ihre Blätter sind hart und ledrig und wellen sich an ihrem Rand. Beim Reiben oder Brechen eines Blattes lässt sich bereits ihr spezieller Duft wahrnehmen.

Der Lorbeer ist eine zweihäusige Pflanze: es gibt Pflanzen mit nur weiblichen oder nur männlichen Blüten, die im Frühjahr, um Mitte April, weiß bis gelblich blühen.

Ausschließlich die weiblichen Blüten bringen Früchte hervor. Die Oliven artigen Früchte wachsen im Bündel und werden im Herbst (November bis Mitte Dezember) geerntet. Die Beeren sind blauschwarz glänzend und tragen einen vergleichsweise großen Kern in sich.

DIE GEWINNUNG VON LORBEERÖL

Lorbeeröl (Oleum Lauri) wird aus den Beeren des weiblichen Busches hergestellt. Der Prozess der Ölgewinnung ist kompliziert und wird, einem traditioneller weise von Generation zu Generation weitergegebenen Vorgang folgend, händisch durchgeführt.

Im ersten Schritt werden die wildwachsenden Sträucher per Hand geerntet. Um das kostbare Öl, dass im Kern der Loorbeere steckt, freisetzen zu können, werden die Früchte in einer möglichst geringen Menge Wasser erhitzt. Die Erwärmung lässt die Kerne springen und das Öl tritt aus. In diesem Moment, der hörbar wahrzunehmen ist, muss den Beeren eine größere Menge Wasser zugefügt werden, an das das Öl abgegeben werden kann. Das entwichene Lorbeeröl setzt sich an der Wasseroberfläche ab und wird anschließend von dort entnommen. Das Öl ist von dickflüssiger Textur und hat eine dunkelgrüne bis braune Farbe.

Die Erträge sind nicht sehr hoch, was den Wert des Öls steigert. Aus 10kg Früchten lassen sich zwischen 600-1000ml Öl gewinnen.

EIGENSCHAFTEN DES LORBEERÖLS

Lorbeeröl hat einen intensiven, an Eukalyptus erinnernden Duft. Die Wirkungen, die das Öl auf den menschlichen Körper hat, sind vielseitig. Eine der Haupteigenschaften von Lorbeeröl ist die Förderung der Durchblutung womit das Öl ebenso unterstützend bei der Wundheilung, belebend, entkrampfend, verdauungsfördernd und harntreibend ist.

Durch seine geruchliche Schärfe wird es auch als Insektenrepellent verwendet oder gegen Parasiten eingesetzt, es befreit außerdem die Atemwege und stärkt das Immunsystem.

Die Reinigende Wirkung, die dem Lorbeeröl bereits seit mehreren Tausend Jahren zugesprochen wird, hält sich bis heute. Das naturreine Öl soll einen stark antiseptischen Effekt erzielen und wird daher gerne bei Pilzbefall und oberflächlichen Entzündungen, unterstützend benutzt.

Selbst Ekzeme werden mit dem edlen Öl behandelt, da es auf natürliche Weise die versehrte Haut reinigt und heilt.

Lorbeeröl findet auch medizinische Eignung. Es dient zur Auftragung und Einreibung bei Prellungen, Verstauchungen, Hämatomen und rheumatischen Beschwerden, hilft auf gleiche Weise aber auch schon gegen schmerzende Muskel und Gelenke.

Seine besondere kosmetische Eigenschaft liegt darin eine Talgdrüsenüberfunktion zu regulieren. Aus diesem Grund, sowie seiner entzündungshemmenden Fähigkeiten, hilft Lorbeeröl bei unreiner Haut und Akne. Auch Schuppenbildung wird durch die Hemmung der Überproduktion von Talg vermindert. Die durchblutungsfördernde Stimulation durch das Öl wirkt sich außerdem Positiv auf die Schuppenreduktion aus.

Der Lorbeer ist ruhmreich und in seiner Einsetzbarkeit weit umfassend. Mit seinen vielseitigen positiven Eigenschaften ist er ein altbewährtes und zweifellos aktuelles Körperpflegemittel. Verwöhnen und krönen lässt sich der Körper durch den Lorbeer auf heilsame Weise.

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